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Der Anfang (Logisch, oder?)

Vorwort:

Ja, ich schreibe ein Vorwort. Warum? Weil ich euch nicht einfach ins kalte Wasser schubsen will. Bevor ihr euch auf meinen Blog stürzt, gibt es noch ein wenig zu sagen. Außerdem komm ich mir vor wie eine richtige Schrifstellerin wenn ich ein Vorwort schreibe. :D

Also. Wer bin ich? Ein weibliches Wesen, nennt mich einfach PseudoDrama, die sich hinter der Anonymität des Internets versteckt, um der Welt ihre Geschichte zu erzählen. Aber was ist meine Geschichte? Ich bin eine Teen-Mom. So würde man mich zumindest bei MTV nennen. Mit 16 bekam ich mein erstes Kind. Und warum will ich meine Geschichte erzählen? Aufarbeitungsprozess. Außerdem glaube ich tatsächlich, das man aus meiner Geschichte das ein oder andere für sein eigenes Leben mitnehmen kann. Also dann. Viel Spaß.

 

Teil 1

"Mama... Ich hab meine Tage nicht gekriegt.".

Meine Mutter stand im Badezimmer vor dem Spiegel. Über diesen schaute sie mich jetzt an. "Wie lange?", fragte sie, wandte ihren Blick von mir ab und machte sich weiter zurecht. "Eine Woche jetzt.", antwortete ich, starrte auf meine Füße und wartete darauf, das sie mich mit Worten (und mit Gegenständen) bewarf. Doch es blieb still und nichts traf mich. Ich blickte verwundert auf. Meine Mutter drehte ich um und ging an mir vorbei aus dem Bad. "Ich ruf dann mal beim Frauenarzt an.", sagte sie während sie zum Telefon ging. Das kam unerwartet.

Wir fuhren also am nächsten Tag zum Frauenarzt, wo ich unruhig mit den Füßen trommelnd im Wartezimmer neben meiner Mutter saß, bis wir nach einer gefühlten Ewigkeit (in Wahrheit waren es 15 Minuten) endlich aufgerufen wurden. Ich musste Urin abgeben und wurde danach ins Sprechzimmer geführt. Nach ca. 10 Minuten kam die Ärztin dazu. "Also der Urintest war ganz leicht positiv, aber das muss noch nichts heißen.", sagte sie im hineingehen. "Wir machen jetzt erstmal Ultraschall.". Also machten wir Ultraschall. Frau Doktor starrte konzentriert auf den Bildschirm. "Ja, da ist ziemlich viel Schleimhaut. Entweder bekommen sie in den nächsten Tagen ihre Regel oder sie sind tatsächlich schwanger.". Sie entfernte den Schallkopf und zog sich die Handschuhe aus. Anschließend tastete sie meine Gebärmutter ab und sagte dann: "Wir nehmen Blut ab und schickens ins Labor. Das ist genauer. Ende der Woche haben wir dann das Ergebnis. Wir rufen sie dann an.". Also Blut abgenommen, wieder nach Hause und warten. Ich versuchte ruhig zu bleiben.

Und das Ende der Woche kam, aber kein Anruf. Meine Mutter rief beim Frauenarzt an, aber man hatte die Ergebnisse noch nicht. Langsam wurde ich doch unruhig. 

Am Abend lag ich im Bett, mit den Händen auf meinem Bauch, und versuchte in mich hinein zu fühlen, irgendein Anzeichen zu finden, was da drin los war. Aber mein Körper antwortete nicht.

Ich versuchte klare Gedanken zu fassen, darüber nachzudenken, was ich tun sollte, wenn da wirklich ein Baby in meinem Bauch war, aber es fühlte sich alles so unwirklich an, dass es unmöglich war, konstruktiv darüber nachzudenken. Ich war gerade erst 16 - Ich konnte unmöglich schwanger sein!

Wir warteten also weiter. Ich rannte jeden Tag etliche Male aufs Klo, in der Hoffnung, irgendwo einen Tropfen Blut zu finden. Meine Mutter war nicht hilfreich. Sie sagte immer wieder, ich wäre definitiv schwanger, sie wüsste das einfach. Ich versuchte weiter, meinem Körper irgendein Zeichen zu entlocken. Ohne Erfolg. 

Am Donnerstag der neuen Woche kam der Anruf vom Frauenarzt, während ich in der Schule war. Man teilte meiner Mutter also das Ergebnis mit.

"Der Frauenarzt hat angerufen.", waren die Worte, mit denen meine Mutter mich begrüßte, nachdem ich aus der Schule zurück war. "Und?", rief ich, lauter als beabsichtigt, und stürzte zum Tisch, an dem meine Mutter saß. "Positiv. Müssen in zwei Wochen wieder hin.", sagte meine Mutter, ohne von ihrer Zeitschrift aufzusehen.

Ich saß einen Moment nur da, und verstand nicht, was gerade passiert war. Ich fühlte mich wie betäubt, als hätte jemand mit einem Staubsauger jeden Gedanken und jedes Gefühl aus mir heraus gesaugt. Ich stand wortlos auf und schloss mich in meinem Zimmer ein, wo ich die Musik laut aufdrehte. Nachdenken konnte ich schon immer am besten, wenn die Musik ganz laut war. Bevor ich mit allen anderen sprechen konnte, musste ich zuerst einmal meine eigenen Gedanken ordnen.

 

 

Ja. Das wars für diese Woche. Nächste Woche Mittwoch gibts dann den zweiten Teil. Verratet mir gerne, wie es auch gefallen hat, und wenn ihr es gut fandet, dann teilt doch den Link auf Facebook, oder Twitter, oder welche sozialmediale Plattform auch immer ihr bevorzugt.

 

Eure PseudoDrama.

 

17.5.17 22:54





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